Anna Schwertfirm aus Pfaffenhofen an der Ilm

UNSERE BEWEGGRÜNDE

ÜBER UNS

Tiefe Trauer nach abgebrochener Hausgeburt – unsere Geschichte von Verlust und Zusammenhalt

Hallo, mein Name ist Anna Schwertfirm. Ich bin 40 Jahre alt und lebe mit meinem Mann in Pfaffenhofen an der Ilm, im Raum München/Ingolstadt. Wir sind seit dem 30. Juli 2010 ein Paar und haben vor zehn Jahren geheiratet. Unser Wunsch war es immer, ein Haus mit Tieren zu haben und eine eigene Familie zu gründen, weshalb wir unser eigenes Haus gebaut haben.

Ich hatte aufgrund fehlender Periodenblutungen die Sorge, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg schwierig sein könnte. Umso überraschender war es, als ich an Weihnachten 2020 völlig spontan schwanger wurde. Wir dachten, es sei ein Wunder – ein Geschenk, das uns niemand nehmen kann.

Doch unser Glück war nur von kurzer Dauer. Das Schicksal hatte andere Pläne: Unser Kind ist tot.

Der Verlust unseres Kindes kurz nach einer abgebrochenen Hausgeburt hat uns zutiefst erschüttert und traumatisiert. Wir kämpfen immer noch mit der schweren Trauer. Doch gerade in dieser dunklen Zeit haben wir die Kraft von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung entdeckt.

Auf dieser Webseite möchten wir unsere Geschichte teilen und anderen Familien, die ähnliches erlebt haben, Mut machen. Wir möchten auch auf die Risiken bei einer Hausgeburt aufmerksam machen und die Bedeutung von professioneller und liebevoller Begleitung hervorheben. Wir glauben fest daran, dass Trauer ihren Platz braucht, aber auch, dass es Wege gibt, wieder Hoffnung und Kraft zu finden.

Eltern am Inkubator ihres Kindes in den ersten Tagen nach der abgebrochenen Hausgeburt im AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg.
Mutter hält ein Foto ihres Sohnes im Inkubator in den Händen. Das Kind ist an Schläuche angeschlossen und hat blaue Flecken von der Geburt
Palliative Pflege meines Kindes zu Hause nach einer Hausgeburt – Erfahrung und Verlust.

Gemeinsam für Veränderung

Unser Einsatz für Gerechtigkeit und mehr Sicherheit in der Geburtshilfe

Der Verlust unseres Sternenkindes Arthur hat uns tief getroffen und unsere Partnerschaft in Pfaffenhofen an der Ilm noch enger zusammengeschweißt. Inmitten unserer Trauer fanden wir Halt und Kraft beieinander, um diesen schweren Weg weiterzugehen. Neben dem Schmerz kämpfen wir unermüdlich für Gerechtigkeit für unseren Arthur, denn sein kurzes Leben soll nicht in Vergessenheit geraten.

Unsere Partnerschaft ist unser stärkster Anker in diesen schweren Zeiten. Selbst als sich Freunde abwandten – oft aus Unverständnis für unsere Entscheidung oder Unsicherheit im Umgang mit unserer Trauer – blieben wir uns treu. Gemeinsam setzen wir uns nun für Arthur ein und hoffen, anderen Familien ähnliches Leid ersparen zu können.

Mein tiefster Wunsch ist es, dass kein Kind, keine Mutter und keine Familie jemals wieder solches Leid erfahren muss. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, wie wichtig mehr Sicherheit bei Hausgeburten, mehr Transparenz in der Geburtshilfe und mehr Verantwortlichkeit bei der medizinischen Betreuung sind. Unser Ziel ist es, durch unsere Geschichte aufzuklären, zu sensibilisieren und Veränderungen anzustoßen.

Wenn du selbst Trauer nach Kindstod erlebt hast oder dich von unserer Geschichte angesprochen fühlst, bist du nicht allein. Kontaktiere mich gerne, denn gemeinsam können wir Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig unterstützen. Schweigen muss nicht die einzige Option sein. Zusammen können wir etwas bewegen, sodass solche Schicksale in Zukunft verhindert werden.

Kontaktmöglichkeit

“… wenn Du selbst betroffen bist…”

“… wenn Du jemanden kennst dem ähnliches widerfahren ist…”

“…auch wenn es schon vor langer Zeit passiert ist…”

„Lass uns diesen Kindern eine Stimme geben!“

Mein Sternenkind?

Über den Verlust unseres Sohnes Arthur aus Pfaffenhofen an der Ilm

Manche nennen Kinder wie unseren Arthur „Sternenkinder“, „Engelskinder“ oder „Schmetterlingskinder“. Das sind Worte, die ich verstehe und die Trost spenden können. Für mich fühlen sie sich jedoch nicht ganz richtig an, denn diese Begriffe sind oft zu sanft und abstrakt. Arthur war nicht einfach nur ein Stern. Er war mein Sohn, ein kleiner Mensch mit einer einzigartigen Geschichte aus Pfaffenhofen an der Ilm.

Arthur war nicht „nicht lebensfähig“, „behindert“ oder „zu früh geboren“ im üblichen Sinne. Er war ein Kind, das schwere Schäden erlitten hat, unter anderem bedingt durch eine abgebrochene Hausgeburt. Er war real, er war da, hat gelebt, geliebt und gekämpft. Er wird immer in meinem Herzen sein – nicht als Stern, sondern als mein Sohn, mein Arthur.

Das Wort „Sternenkind“ wirkt für mich zu distanziert. Es passt nicht zu meiner persönlichen Trauer nach dem Verlust eines Kindes. Arthur war mein Sohn, nicht irgendein Stern am Himmel. Er hatte einen Namen, eine Persönlichkeit und ein kurzes, aber intensives Leben. Er war mein Arthur, und das ist alles, was zählt.

Ich beschreibe ihn nur als Sternenkind, weil die Menschen oft eine „Schublade“ brauchen. Laut Wikipedia passen wir auch dort hinein. Doch für mich bleibt er mehr als nur ein Begriff: Er ist mein Sohn, dessen Verlust tief in meinem Herzen verankert ist.

Unsere Verbindung ist stark und unzerbrechlich, sie reicht über den Tod hinaus. Er ist immer noch bei mir, in meinen Gedanken, in meiner Erinnerung, in meinem Herzen. Er ist ein Teil von mir, für immer.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Sternenkind
Zitat aus Wikipedia dazu: „Als Sternenkind, seltener als Schmetterlingskind oder Engelskind,[1] werden verstorbene Kinder bezeichnet, insbesondere wenn sie vor, während oder bald nach der Geburt gestorben sind.“

Donaukurier Artikel vom 31.10.2025


„Familiennachsorgeverein aus Ingolstadt

bedankt sich bei Unterstützern mit Spendengala“

25 Jahre Elisa Familiennachsorge:

 

Wenn ich auf die vergangenen 25 Jahre der Elisa Familiennachsorge zurückblicke, erfüllt mich das mit tiefer Dankbarkeit und Freude. Ich durfte die unschätzbare Unterstützung von Elisa selbst erfahren und weiß daher aus erster Hand, wie wichtig diese Arbeit für Familien mit schwerstkranken, chronisch kranken oder unheilbar kranken Kindern ist. Elisa ist für so viele ein wahrer Segen – nicht nur für die betroffenen Kinder, sondern auch für die gesamte Familienbegleitung.

Die Arbeit von Elisa geht weit über die medizinische oder pflegerische Versorgung hinaus. Sie bieten eine umfassende psychosoziale Betreuung, die den Alltag in extrem belastenden Situationen erleichtert. Dadurch können Familien wie meine wieder ein Stück Normalität und Lebensqualität für ihre kranken Kinder bewahren. Von der Koordination der Pflege bis zur emotionalen Unterstützung und Trauerbegleitung – Elisa ist immer da, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Es ist ein wertvoller Ambulanter Kinderhospizdienst, der sich um die Sorgen der Eltern kümmert.

Es freut mich besonders, dass die großartige Arbeit von Elisa Ingolstadt anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums in mehreren Zeitungsartikeln gewürdigt wurde. Ich bin stolz und dankbar, dass meine persönliche Geschichte mit Elisa und die Unterstützung, die mir und meiner Familie durch Euch zuteilwurde, in diesen Berichten hervorgehoben wird. Das zeigt, dass Elisa nicht nur medizinisch, sondern vor allem menschlich eine unschätzbare Hilfe leistet.

Ich lade Dich herzlich ein, mehr über Elisa und ihre wichtige Arbeit in den folgenden Nachrichtenartikeln zu erfahren: