Trauma Heilung /Gott & Maria

Ein Zeichen Gottes

Ein Zeichen Gottes: Wie der Tod meiner Mutter und der Verlust meines Sohnes nach einer abgebrochenen Hausgeburt mit Hebamme in Pfaffenhofen (Notkaiserschnitt) mich mit Glaube, Hoffnung und Trost verbindet.

Den Verlust eines Kindes zu überleben, ist wohl der schlimmste Schmerz, den eine Mutter je ertragen kann.

Mutterliebe und Verlust – Kreuz mit Jesus und Maria
Symbolbild der Nottaufe: Taufbecken mit Kerzen und einem Kreuz im Krankenhaus St. Elisabeth in Neuburg.
Mutterliebe und Verlust – Kreuz mit Jesus und Maria

Mutter Gottes und ihr getöteter Sohn

Den Verlust eines Kindes zu überleben, ist wohl der schlimmste Schmerz, den eine Mutter je ertragen kann.

Für mich ist Maria nicht nur die Mutter Gottes, sondern vor allem eine Mutter, die das Unvorstellbare erlebt hat. Ich stelle mir vor, wie sie ihren Sohn anblickt – den Säugling, den sie mit aller Liebe gewickelt hat, den Jungen, den sie lachen hörte – und nun ist es ein Mann, der stirbt. Die Schreie der Menge, das Holz des Kreuzes, alles muss in ihrem Herzen widergehallt sein.

Sie hat nicht nur einen geliebten Menschen verloren; sie hat ihren Sohn verloren. Das Kind, das sie unter ihrem Herzen trug, das Kind, das sie vor der Welt verstecken wollte, als es noch klein war. Die unvorstellbare Last, als sie ihn vom Kreuz nehmen und ein letztes Mal in den Armen halten musste. Die Kälte in ihren Armen, wo einst sein warmer, kleiner Körper lag.

Ich glaube, in diesem Moment hat sie nicht nur die Hoffnung auf ein irdisches Leben verloren. Sie hat die tiefe, stille Trauer jeder Mutter gespürt, die ihr Kind gehen lassen muss. Aber in all dem Schmerz war ihr Glaube das einzige, was sie aufrecht hielt. Und genau das macht sie zum größten Trost für uns alle: Sie ist das lebendige Beispiel dafür, dass man auch mit einem gebrochenen Herzen noch an Gott festhalten kann.

Kindsverlust

Psalm 139, 13-16

Psalm 34, 19

Jeremia 1, 5

Mein Glaube…
vom Schmerz zur Hoffnung:

 

Wie mein Glaube die tiefste Trauer überlebt

Vor der Geburt meines Sohnes Arthur wusste ich nicht, wie sehr ich Mutter werden wollte. Durch ihn habe ich unendliche Liebe und meinen tiefsten Lebenswunsch gefunden. Doch nach einer abgebrochenen Hausgeburt mit Hebamme in Pfaffenhofen (Notkaiserschnitt) habe ich ihn verloren. Der Schmerz war unvorstellbar und hat eine tiefe Wunde hinterlassen, die bis heute nicht geheilt ist.

Maria als Vorbild im Schmerz

In meiner Trauer fand ich Trost im Glauben – besonders in der Geschichte von Maria, die ihren Sohn auf grausamste Weise verlor. Sie ging diesen Weg des Schmerzes vor mir. In ihrer Stärke und ihrem Glauben erkenne ich ein Vorbild, das mir Halt gibt, wenn die Trauer mich überwältigt.

Hoffnung trotz Trauma

Diese Seite ist mein Zeugnis, dass selbst in der tiefsten Dunkelheit und im größten Trauma Hoffnung wachsen kann. Mein Glaube trägt mich, auch wenn die Tränen noch fließen.

Bibelzitate als Anker

Die folgenden Bibelverse sind für mich zu einem Anker geworden. Sie sprechen direkt in meinen Schmerz und schenken mir Kraft und Hoffnung – genau in den Momenten, in denen ich sie am meisten brauche. Im Krankenhaus habe ich mir die Bibel oft zur Hand genommen, wenn ich nachts nicht schlafen konnte, und fand beim Lesen Trost in Gottes Wort.

Johannes 19, 25-27

Bei dem Kreuz Jesu aber standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagteer zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Quelle: Einheitsübersetzung, Johannes 19, 25-27

Zum Leben, zur Geburt und zur Schöpfung

Psalm 139, 13-16

„Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. Du kanntest mich im Voraus, als ich noch im Dunkeln Gestalt annahm. Meine Tage waren schon aufgeschrieben in deinem Buch, bevor ich überhaupt geboren war.“ Die Bibelstelle betont, dass Gott das ungeborene Kind kennt und ihm bereits im Mutterleib einen Wert beimisst. Quelle: Einheitsübersetzung, Psalm 139, 13-16

Jeremia 1, 5

„Ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich auserwählt, noch ehe du aus dem Mutterschoß kamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestellt.“ Gott hatte einen Plan für Jeremia, bevor er geboren wurde. Dies wird oft als Hinweis darauf interpretiert, dass Gott jedem Menschen, auch dem Ungeborenen, einen einzigartigen Plan gibt. Quelle: Einheitsübersetzung, Jeremia 1, 5

Lukas 1, 41-44

„Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als der Klang deines Grußes an mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.“ Diese Passage beschreibt die erste Interaktion zwischen Johannes dem Täufer und Jesus, als beide noch im Mutterleib waren, was von einigen als Zeichen dafür gesehen wird, dass auch Ungeborene schon eine Seele und Empfindungsfähigkeit haben. Quelle: Einheitsübersetzung, Lukas 1, 41-44

Wert des Lebens

2. Mose 20, 13

„Du sollst nicht töten.“ Dies ist das sechste der Zehn Gebote und gilt als grundlegendes Verbot des Tötens von Menschen. Quelle: Einheitsübersetzung, 2. Mose 20, 13

1. Mose 9, 6

„Wer das Blut eines Menschen vergießt, dessen Blut soll vergossen werden von Menschen. Denn nach dem Bild Gottes hat er den Menschen gemacht.“ Hier wird die Heiligkeit des menschlichen Lebens hervorgehoben, da der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist. Das Töten ist daher eine Verletzung dieses Ebenbildes. Quelle: Einheitsübersetzung, 1. Mose 9, 6

Matthäus 5, 21-22

„Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht töten!, und: Wer einen Menschen tötet, wird dem Gericht verfallen. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, wird dem Gericht verfallen; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Idiot!, der wird dem Hohen Rat verfallen; und wer zu ihm sagt: Du Narr!, der wird dem Feuer der Hölle verfallen sein.“ Jesus erweitert das Gebot über die reine Tat hinaus auf die innere Haltung des Zorns und des Hasses, die zum Mord führen kann. Quelle: Einheitsübersetzung, Matthäus 5, 21-22

Römer 13, 9

„Denn die Gebote: Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren und was es sonst noch an Geboten gibt, sind in diesem einen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Das Tötungsverbot wird in das höchste Gebot der Nächstenliebe eingebettet. Tötung ist die extremste Form der Verletzung dieser Liebe. Quelle: Einheitsübersetzung, Römer 13, 9

Zur Trauer und zum Trost

Matthäus 5, 4

„Selig sind, die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“ Diese Seligpreisung aus der Bergpredigt ist ein zentraler Trost für Trauernde. Jesus verheißt, dass diejenigen, die Schmerz empfinden, Trost finden werden. Quelle: Einheitsübersetzung, Matthäus 5, 4

Psalm 34, 19

„Der Herr ist nahe den zerbrochenen Herzen und rettet die zerschlagenen Geister.“ Dieses Zitat drückt aus, dass Gott denen besonders nahe ist, die Schmerz empfinden und deren Herzen gebrochen sind. Es ist eine Quelle des Trostes für alle, die in Trauer versunken sind. Quelle: Einheitsübersetzung, Psalm 34, 19

2. Korinther 1, 3-4

„Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes. Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die trösten können, die in irgendeiner Not sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.“ Hier wird die göttliche Barmherzigkeit als Quelle des Trostes beschrieben. Wir werden getröstet, um wiederum anderen in ihrer Trauer beistehen zu können. Quelle: Einheitsübersetzung, 2. Korinther 1, 3-4

Offenbarung 21, 4

„Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen. Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Klage, noch Schmerz; denn was früher war, ist vergangen.“ Dieses Zitat gibt eine Vision der Ewigkeit, in der alle Formen von Schmerz, Leid und Trauer endgültig beendet sein werden. Quelle: Einheitsübersetzung, Offenbarung 21, 4